Lydia Conradi, Das Haus der Granatäpfel -

Im Jahre 1912 verlässt die achtzehnjährige Klara ihr Berliner Elternhaus, um in Smyrna den Sohn des Geschäftspartners ihres Vaters zu heiraten. Klara ist glücklich, weil sie nicht mehr in das strenge Internat zurückkehren muss. In der Ehe fühlt sie sich weniger glücklich, obwohl Peter sie von Herzen liebt. Mit einigen jungen Männern aus der Familie fängt sie ein Techtelmechtel an. Allerdings ändert sich ihr Leben abrupt, als der Balkankrieg ausbricht und Peter sich zum Militär meldet. Klara geht in sich und beschließt, ihr Leben zu ändern und nur noch für ihren Mann da zu sein. Da lernt sie Sevan kennen, den Arzt der Familie, und sie verlieben sich ineinander. Doch Sevan ist ebenfalls gebunden. Es sind schwierige Zeiten, denn die Ereignisse von Sarajewo werfen ihre Schatten voraus und verdunkeln auch den Himmel über der Levante. Klara und Sevan beschließen, aufeinander zu verzichten. Die Kämpfe erreichen auch das Osmanische Reich und Klara übernimmt die Verantwortung für die Familie.

Ein großartig verfasster Roman, der tiefen Einblick in die damalige Zeit und Kultur gibt und enormes Hintergrundwissen der Autorin beinhaltet.   

© Borromäusverein